Lübeck – Die Lübecker Polizei hat dem VfB Lübeck mit Verfügung vom 23.4.2014 mitgeteilt, dass den seit Beginn dieser Saison auf der Alten Holztribüne ansässigen Fangruppen der Zutritt zur Alten Holztribüne zu versagen ist. Diese sogenannten „Mindermaßnahme“ als milderes Mittel gegenüber der Verfügung einer allgemeinen und vollständigen Sperrung der Alten Holztribüne beruht auf einer Gefahrenprognose der Lübecker Polizei. Diese ist insbesondere wegen des Zündens mindestens eines Rauchtopfes auf der Alten Holztribüne beim Spiel gegen Husum und auf Grund der Vorfälle in Kropp zu dem Ergebnis gekommen, dass ein erneuter Einsatz von Pyrotechnik auf der Alten Holztribüne, wo er wegen der dortigen baulichen Gegebenheiten besonders gefährlich ist, leider nicht ausgeschlossen werden kann.

Im Rahmen der Umsetzung dieser Verfügung ist es dem VfB Lübeck nicht möglich, bei den Eingangskontrollen zuzuordnen, wer den betreffenden Fangruppierungen zugehört. Daher blieb nur der Weg, auch zu diesem Spiel vom Verkauf von Tageskarten für die Alte Holztribüne abzusehen, um zumindest die Dauerkarteninhaber nicht noch weiteren Einschränkungen auszusetzen. Der VfB Lübeck bedauert die Unannehmlichkeiten, die mit dieser Maßnahme für Dauerkarteninhaber und für treue VfBer, die ihren Stammplatz auf der Alten Holztribüne haben, verbunden sind und bittet insoweit um Verständnis.

Grundsätzlich kann es nicht der richtige Weg sein, dass nun von Spieltag zu Spieltag immer wieder aufs Neue Blockzuordnungen überprüft und geändert werden müssen. "Wir bedauern auch, dass sich unser Grundverständnis, nach dem das Verhalten einiger weniger Personen nicht zu Restriktionen gegenüber ganzen Gruppen und gegenüber gänzlich unbeteiligten Zuschauern führen sollte, in diesem Fall nicht durchhalten lässt. Der Verein hat zur Gefahrenprognose keine besseren Erkenntnisse als die Polizei, zumal ein Dialog mit den betreffenden Fangruppierungen leider nach wie vor nicht besteht," heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

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 Davon unabhängig bestanden Handlungsalternativen für den Verein aber ohnehin nicht. Er sei als Veranstalter rechtlich an diese Verfügung gebunden, zumal es sich nicht mehr um eine bloße Empfehlung der Polizei, sondern um eine Verwaltungsmaßnahme handelt.

Der VfB Lübeck strebt gemeinsam und im Dialog mit seinen Fans eine dauerhafte und einvernehmliche Lösung hinsichtlich der Blockzuordnung für die kommende Spielzeit an. Die Gespräche hierzu laufen. Das Angebot an die vom geänderten Kartenverkauf für die Alte Holztribüne betroffenen Gruppen, sich an diesem Dialog zu beteiligen, besteht weiterhin.

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