
Hamburg – Die Rothosen sind wieder zuhause. Nach vier Tagen Kurz-Trip auf Mallorca (Spanien) kehrt der HSV am Mittwoch wieder zurück in die Heimat. Das Ergebnis: Die Mannschaft wurde noch einmal enger zusammengerückt, um in den verbleibenden sieben Spielen der 2. Bundesliga endlich den Aufstieg zu realisieren. Außerdem gab es einen Nasenbeinbruch.
Meffert operiert
Ob die Idee mit der Reise auf die spanische Urlaubsinsel gut war, wird sich erst herausstellen. Zwei Verletzte beklagt der Hamburger SV danach. Jonas Meffert zog sich bei einem Zusammenprall mit Emir Sahiti einen Nasenbeinbruch zu, flog bereits am Dienstag wieder nah Hause und wurde bereits operiert. Alles lief glatt. Ob er am kommenden im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg auflaufen kann, ist derzeit noch nicht klar.
Hadzikadunic noch nicht fit
Die gleiche Frage stellt sich bei Dennis Hadzikadunic vermutlich. Der Innenverteidiger kugelte sich im Heimspiel gegen SV Elversberg die Schulter aus und wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Bei ihm wird es vermutlich nichts mit einem Einsatz. Auf Mallorca ging es für ihn nur individuell voran. Sebastian Schonlau dürfte für ihn spielen.
Schonlau darf auf Startelf hoffen
Der Kapitän sagte in einem vereinsinternen Interview: „Als Team zu gewinnen und sich gemeinsam darüber zu freuen, sind die Gründe, warum du Teamsport betreibst. Das lebt diese Mannschaft. Da gehören alle Jungs dazu. In meinen Augen ist das in diesem Jahr unser großes Faustpfand: Die Mannschaft freut sich als Team über den Erfolg. Jeder einzelne freut sich für den anderen, ganz unabhängig vom Konkurrenzkampf. Wie wir aufsteigen, ist am Ende nicht so wichtig, sondern dass wir aufsteigen, ist das Wichtigste.“
„Dann lernst du eine ganze Menge über dich selbst“
Seinen Stammplatz verlor der 30-Jährige vor einiger Zeit. Dazu meinte er: „Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich in den vergangenen sechs Wochen wahrscheinlich mehr über mich gelernt als in den drei Jahren zuvor. Wenn Herausforderungen kommen und es schwieriger wird, dann lernst du eine ganze Menge über dich selbst. Diesen Ansatz versuche ich im Umgang mit der Situation auch zu wählen, auch wenn es nicht immer leicht ist, dies als Chance zu sehen.“
Keine großen Töne spucken
Dennoch musste er das erstmal schlucken. „Die persönliche Enttäuschung, die man zwischenzeitlich spürt, ist das eine, aber natürlich erfüllt jeder seine Rolle in der Mannschaft und im Verein. Dieser Rolle bin ich mir bewusst. Du kannst nicht als Kapitän dreieinhalb Jahre vorangehen und große Töne spucken und dann als Erster zurückziehen, wenn es für dich persönlich mal nicht so rund läuft. Es ist mein Anspruch, sich nicht zu verändern, für die Jungs genauso da zu sein und weiter an sich und seiner Leistung zu arbeiten“, so Schonlau.

Bildquellen
- Schonlau: Lobeca/Henning Rohlfs
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