
Hamburg – Mega-Kulisse, krasse Choreo und ein klares Ergebnis im Top-Spiel der 2. Bundesliga am Freitagabend im Volksparkstadion. Der Hamburger SV gewann gegen den 1. FC Kaiserslautern vor 57.000 Fans mit 3:0 (1:0) und holte sich die Tabellenführung zurück, mindestens bis für zwei Nächte. Davie Selke war wieder einmal “Man of the Match“. Der Angreifer traf doppelt und setzte sich mit 16 Saisontreffern an die Spitze der Torjäger.
Die 1. Halbzeit: Mission Selke
Vor dem Anpfiff zeigten die Fans des HSV eine grandiose Choreographie. Eine Rakete, die aufstieg und der Spruch “Die Mission geht weiter, das Ziel ist klar!“ Das übertrug sich sofort auf den Rasen bei den Hausherren. Die übernahmen das Kommando gegen die Roten Teufel und spielten sich nach 18 Minuten die erste Möglichkeit heraus. Eine Flanke von Hadzikadunic köpfte Selke auf den Lauterer Kasten, wo Keeper Krahl die Kugel über die Latte lenkte. Da war Musik drin. Allerdings blieben die ganz großen Chancen in den ersten 45 Minuten auf beiden Seiten aus. Absolut verdient gab es zum Ende des erstens Durchgangs die Hamburger Führung. Davie Selke (42.) ließ Elvedi alt aussehen, als Mikelbrencis ihm den Ball auf den zweiten Pfosten flankte. Der 30-Jährige nahm das Spielgerät mit der Brust an und traf aus fünf Metern zur Führung für die Rothosen. Nach Wiederanpfiff fast der Ausgleich für Kaiserslautern, doch Wekeser (44.) traf nach Hereingabe von Yokota völlig frei nur das Außennetz. Durchatmen in der Kabine.
Nach der Pause: Balde mit Comeback-Tor
Kurz nach dem Seitenwechsel musste Yokota bei den Lauterern verletzt raus. Für ihn kam der Ex-Hamburger Opoku in die Partie. Der musste die nächste vermeintliche Bude von Selke (52.) mit ansehen, denn der Angreifer traf aus sieben Metern erneut. Allerdings stand er bei der Flanke von Dompe im Abseits. So ganz dominant, wie noch in der ersten Hälfte, war das Polzin-Team nicht, dafür effektiver und mit weiteren VAR-Pech. Erst einmal aber das 2:0. Wieder war es Davie Selke (65.), der aus sieben Metern dieses Mal erfolgreich blieb. Reis leitete ein, Mebude und Karabec machten mit und “The Machine“ vollendete. Die Wechsel brachten noch einmal neuen Schwung auf den Rasen. Selke und Reis durften Feierabend machen, Königsdörffer und Richter kamen. Auch Fabio Balde feierte nach Verletzung sein Comebace, ersetzte Minuten zuvor Mebude, und der markierte kurz nach seiner Einwechslung in der 78. Minute den 3:0-Endstand. Kollege Richter legte auf und der 19-Jährige tanzte Bauer im Strafraum raus, zielte ins rechte Eck, Tor. Es war aber noch nicht Schluss. Mikelbrencis (86.) verpasste den nächsten Jubel, als er im Strafraum vor Krahl auftauchte und links am Gehäuse vorbeischoss. Und auch Königsdörffer (87.) hatte Pech, denn Karabec stand bei der Vorarbeit im Abseits. Dann war es aber auch gut und der HSV feierte den sechsten Heimsieg sowie natürlich vorerst die Tabellenführung.
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Köln und Düsseldorf mit Chancen
Für den HSV heißt es nun am Sonntag Richtung Rhein schauen. Dort kommt es zum Derby zwischen dem 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf. Die Geißböcke müssen gewinnen, um wieder an den Rothosen vorbeizuziehen. Dagegen könnten die Gäste mit einem Sieg den Erzrivalen von Platz zwei verdrängen. Ein spannendes Wochenende ist also noch nicht vorbei.
Der 23. Spieltag (21. – 23.2.2025)
Hamburg – Kaiserslautern 3:0
Berlin – Nürnberg 0:0
Karlsruhe – Magdeburg (Sa., 13.30 Uhr)
Ulm – Elversberg
Münster – Regensburg
Hannover – Paderborn (20.30 Uhr)
Köln – Düsseldorf (So., 13 Uhr)
Darmstadt – Schalke
Fürth – Braunschweig
Die Tabelle
1. | Hamburger SV | 23 | 51 : 29 | 42 |
2. | 1. FC Köln | 22 | 36 : 28 | 40 |
3. | 1. FC Kaiserslautern | 23 | 39 : 34 | 39 |
4. | 1. FC Magdeburg | 22 | 47 : 33 | 38 |
5. | Fortuna Düsseldorf | 22 | 39 : 31 | 37 |
6. | SC Paderborn 07 | 22 | 36 : 28 | 37 |
7. | SV 07 Elversberg | 22 | 40 : 30 | 35 |
8. | 1. FC Nürnberg | 23 | 41 : 37 | 35 |
9. | Hannover 96 | 22 | 28 : 22 | 34 |
10. | Karlsruher SC | 22 | 40 : 42 | 30 |
11. | FC Schalke 04 | 22 | 39 : 41 | 27 |
12. | Hertha BSC | 23 | 32 : 36 | 26 |
13. | SpVgg Greuther Fürth | 22 | 31 : 43 | 26 |
14. | SV Darmstadt 98 | 22 | 38 : 37 | 25 |
15. | Eintracht Braunschweig | 22 | 21 : 39 | 21 |
16. | SC Preußen Münster | 22 | 24 : 32 | 20 |
17. | SSV Ulm 1846 | 22 | 24 : 30 | 17 |
18. | SSV Jahn Regensburg | 22 | 14 : 48 | 15 |