Verwirrung in der Kreisliga: Putlos tritt nicht an oder doch?

Derbycharakter in Gremersdorf

An der Gildestraße treffen sich zwei Teams, die derzeit in einem Formtief stecken. Foto: Niklas Runne
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Lensahn – Der 23. Spieltag der Kreisliga Ost steht bevor und bereits vor dem ersten Spiel blieb ein großes Rätsel ungeklärt. Rollt der Ball am morgigen Sonnabend in Tensfeld oder etwa nicht? Zudem steht ein besonderes Duell in Gremersdorf mit speziellem Charakter an.

SG Kühren – FSG Wardersee (Fr., 19 Uhr)

Eröffnet wird der 23. Spieltag mit einem Duell der Gegensätze. Die formstarke SG Kühren empfängt mit weiterhin keiner einzigen Niederlage im Jahr 2025 im Rücken das formschwächste Team der Liga. Die FSG Wardersee ist zu Gast, und diese hat im neuen Jahr enorme Schwierigkeiten. Die Ergebnisse sprechen ganz klar gegen die Truppe von Hendrik Jaeschke, denn alle Partien nach der Winterpause wurden verloren. Mit Ausnahme des 2:3 gegen Klausdorf II endeten alle Begegnungen sogar deutlich. Der Trend spricht derzeit ganz klar gegen die Segeberger, die mittlerweile sogar auf den vorletzten Platz abgerutscht sind. Zudem punkten nahezu alle Teams im Keller, doch die FSG nicht. Der Druck ist also groß. Hoffnung macht die Offensive, denn diese war in allen Spielen erfolgreich. Sorge macht eher die Defensive, denn diese ließ zuletzt sämtliche Stabilität vermissen. Auffällig in den vergangenen Wochen war, dass man gleich mehrfach mit 1:0 in Führung ging. Danach ging es allerdings steil bergab. So auch am vergangenen Wochenende in Eutin. Bei der Zweitvertretung wurde am Ende mit 1:5 verloren, wobei Andrej Jaacks im Tor eine noch schlimmere Klatsche verhinderte. Bitter waren zudem gleich drei weitere Verletzungen. Jan Evers, Simon Voss und Florian Limberg schieden allesamt aus und drohen länger auszufallen. Somit wird es personell für die abstiegsbedrohte FSG eng. Nun gegen Kühren ist man der Außenseiter, aufgrund der vergangenen Wochen. Die Heimmannschaft hat sich nach der Pause nämlich gefangen und tritt klar verbessert im Vergleich zur Hinserie auf. Ein Hinspiel gab es zwischen den beiden Mannschaften noch nicht, sodass es eine Premiere ist.

TuS Tensfeld – SpVgg Putlos (Sa., 14 Uhr)

Am Dienstagabend kletterte die SpVgg Putlos durch einen 3:2-Heimsieg gegen den ASV Dersau auf den siebten Platz. Der Tabellenkeller ist somit ein weiteres Stück weggerückt und nun geht der Blick tendenziell eher sogar nach oben. Der Zweite TuS Tensfeld patzte zuletzt, und bei einigen Nachholspielen in der Hinterhand könnte mit etwas Glück sogar nochmal oben angeklopft werden. Dazu braucht es allerdings weitere Siege, und Resultate wie beispielsweise gegen Pönitz II (1:2) müssen ausbleiben. Dass sie es jedem Gegner schwermachen können, ist bekannt. Mit viel Erfahrung und einer enorm sicheren Defensive schaffen sie es nicht gerade selten, auch eher favorisierte Gegner vor Schwierigkeiten zu stellen. Einer dieser wartet nun am Samstag. Es geht nach Tensfeld, und dort wartet ein Gegner mit Wut im Bauch. Die vergangenen drei Spiele wurden schließlich nicht gewonnen. Nach zwei Pleiten gegen Eutin II (0:4) und Kühren (0:1) gab es zuletzt ein Unentschieden in Preetz. Dieses war am Ende aufgrund mehrerer vergebenen Chancen der FT, wie zum Beispiel ein Foulelfmeter, sogar eher glücklich. Im Hinspiel fanden die Segeberger an der Strandstraße wenige Lösungen, um die tief verteidigenden Ostholsteiner zu knacken, sodass es keine Tore auf beiden Seiten gab. TuS-Trainer Alkos Levens sagte vor dem Rückspiel über den Gegner sowie das Hinspiel: „Ich wünsche mir natürlich einen Gegner, der mitspielt und sich nicht nur hinten reinstellt. Erwarten tue ich aber eine gut organisierte defensive Mannschaft, die in erster Linie Tore verhindern möchte. Fast alle Mannschaften wissen inzwischen, dass wir uns gegen tiefstehende und vielbeinige Abwehrriegel schwer tun. Das Hinspiel war schon schwere Kost. Putlos stand mit ihren robusten und physisch starken Spielern sehr tief auf ihrem langen und schmalen Platz, und es gab kaum Torchancen. Tore hatte das Spiel nicht verdient, und das 0:0 war absolut berechtigt.“ Nun soll es etwas anders aussehen, doch die vergangenen Auftritte des Tabellenzweiten waren alles andere als torreich. Nur ein Tor aus drei Partien, dieses nach einem ruhenden Ball, lässt Fragen aufkommen. Wo ist die Effektivität, die in der Hinrunde noch die große Stärke war? Levens sagte über Verbesserungen im Vergleich zu den zurückliegenden Spielen: „Das Einzige, was wir verbessern müssen, ist unsere Chancenauswertung. Gerade gegen Mannschaften, die Beton am eigenen 16er anrühren und sich nur auf Kontern beschränken, kann man sich keinen Chancenwucher oder Schönspielerei erlauben. Zuletzt haben wir deshalb fünf Punkte liegen lassen.“ Nun hätte es beinahe einen Sieg am grünen Tisch für den TuS gegeben. Die Personalsorgen bei der SpVgg waren so groß, dass eine Verlegung angefragt wurde. Dieser wurde vom Heimverein aufgrund von Terminen der Spieler, wie zum Beispiel Geburtstag oder Hochzeit nicht zugestimmt. Also trat Putlos nicht an, zumindest aut Fußballl.de. Wenige Stunden später herrschte allerdings große Verwirrung um dieses Spiel. Von einem Nichtantritt war nun nichts mehr zu lesen, denn Putlos wollte nun doch spielen. Benjamin Berger bekam nun doch vereinzelte personelle Optionen für den Sonnabend, sodass der Ball also doch rollen kann.

Personelle Sorgen plagen die SpVgg. Foto: Niklas Runne

ASV Dersau – TSV Klausdorf II (Sa., 15 Uhr)

Wiedergutmachung ist sowohl beim ASV Dersau als auch beim TSV Klausdorf II gefordert. Beide verloren ihr vergangenes Spiel, nun soll der Sieg her. Dersau verlor am Dienstagabend in Putlos, wobei es bereits zur Pause einen 0:3-Rückstand gab. Vorne war man nicht kaltschnäuzig genug, zudem schwächte man sich mit einem Platzverweis selbst. Der Treffer zum 2:3 durch Steffen Uhl (94.) kam zu spät, und so war es am Ende eine ärgerliche Auswärtspleite. Nun rollt der Ball allerdings wieder dort, wo man sich am wohlsten fühlt. Zu Hause sind die „Keiler“ nämlich deutlich stärker. Dies könnte gegen die spielfreudige Mannschaft aus Klausdorf ein ganz entscheidender Faktor sein. Diese liegt definitiv der Kunstrasen lieber, denn zu Hause ist man um einiges stärker. Dies ließ das jüngste Endergebnis allerdings nicht unbedingt vermuten. 0:7 ging die Zweitvertretung gegen Gremersdorf unter. Die Chancen waren zwar vor allem in der Anfangsphase da, doch genutzt wurde keine. Favorisiert in diesem Duell ist tendenziell also eher der ASV, der vor allem in den physischen Duellen klare Vorteile hat. In der Tabelle liegt Dersau drei Punkte und zwei Plätze hinter der U23 vom Aubrook – dies allerdings bei gleich vier Spielen weniger. Im Hinspiel gewannen die „Keiler“ nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1. Ein Eigentor von Phil Derjong sowie Philipp Popall drehten den Rückstand. Diese Moral wird erneut gebraucht, damit es wieder drei Punkte gibt. Nicht dabei sein wird der gesperrte Lennart Törper.

Steffen Uhl und seine Mitspieler vom ASV Dersau. Foto: Niklas Runne

TSV Lütjenburg – FT Preetz (Sa., 15 Uhr)

Nach einem eigentlich vielversprechenden Start in die Rückrunde zeigte der Trend beim TSV Lütjenburg wieder steil nach unten. Zunächst unterlag man Eutin (0:3), anschließend Kühren (0:5) und unter der Woche auch noch dem TSV Lensahn (1:3). Die Auftritte sind alles andere als zufriedenstellend, und die Resultate schon gar nicht. Bei der jüngsten Heimniederlage gegen Lensahn fehlten ihnen sämtliche Ideen, um aus dem Spiel heraus Gefahr zu erzeugen. Wenn, dann waren es die Standards von Bollesen, die gefährlich reinkamen, doch sonst war es sehr dürftig. Defensiv hatte man das Tempo der gegnerischen Angreifer nicht im Griff, sodass das zwischenzeitliche 0:3 unter Flutlicht noch schmeichelhaft war. Im neuen Jahr gab es also nur einen Sieg aus sechs Spielen. Dies hatte zur Folge, dass es in der Tabelle immer weiter bergab ging. Fünf Punkte sind es bis Platz 14. Noch ist dies zwar ein dickes Polster, doch die Tatsache, dass die Konkurrenz im Keller punktet, macht diese Situation nur gefährlicher. Am Sonnabend empfängt man mit der FT Preetz einen Gegner, der über eine enorm starke Offensive verfügt. Die Angreifer um Florian Manstein scheinen derzeit unaufhaltsam zu sein. Gegen Tensfeld holten die Preetzer ein 1:1-Remis, wobei der Sieg unter anderem durch einen vergebenen Elfmeter knapp verpasst wurde. Nichtsdestotrotz ist die FT immer für Treffer gut. Das hohe Tempo auf den Flügeln sowie die enorme Qualität im Zentrum sind nur schwer zu verteidigen. Lütjenburg wird deutlich konzentrierter verteidigen müssen, und Lösungen gegen die Flügelflitzer müssen gefunden werden, denn sonst droht ein weiterer ganz bitterer Nachmittag.

Preetz ist in überragender Form. Foto: Niklas Runne

SVG Pönitz II – SG Dobersdorf/P’hagen (Sa., 16 Uhr)

Nach dem Sieg gegen die SpVgg Putlos möchte die SVG Pönitz II gerne nachlegen. Es soll über den Strich geklettert werden, wozu es am Samstag einen Heimerfolg benötigt. Zu Gast ist allerdings niemand Geringeres als die SG Dobersdorf/P’hagen. Diese ist derzeit in überragender Form und verlor noch kein Spiel in 2025. Ein Unentschieden und zuletzt drei Siege resultierten aus den vergangenen vier Spielen. Die Mannschaft von Tim Fülbier zeigt sich wie ein ernsthafter Kandidat für den zweiten Platz. Auf diesen schielt man derzeit ganz genau, denn er liegt in der eigenen Hand. Noch zweimal duellieren sie sich mit Tensfeld, zudem haben sie auch noch ein Nachholspiel gegen Dersau in der Hinterhand. Bei der aktuellen Form kann man der SG durchaus die Rolle des Top-Favoriten zuschreiben. Wenn der zweite Platz errungen werden soll, dann braucht es am Samstag in Pönitz einen Sieg. Doch die Ostholsteiner haben auch schon bewiesen, dass sie durchaus Teams aus der oberen Tabellenhälfte schlagen können. Es gab Siege gegen Eutin II, Klausdorf II und Putlos. Im Hinspiel gewann Dobersdorf mit 3:0. Alle Treffer fielen in den letzten 25 Minuten. Die SVG II reiste mit extremen Personalsorgen an und bot dem Gegner ordentlich Paroli. Nun sind einige Spieler dabei, die im Hinspiel fehlten. Trainer Marco Schultz sagte zum kommenden Spiel: „Mit Dobersdorf erwartet uns aktuell wohl die formstärkste Mannschaft. Das wird eine echte Herausforderung. Wie schon gegen Putlos müssen wir mit voller Leidenschaft verteidigen und unsere Chancen bei Kontern sowie Standards konsequent nutzen. Gelingt uns das, bin ich überzeugt, dass wir auch gegen dieses Team etwas Zählbares mitnehmen können.“ Dabei stellt sich allerdings die Frage, wer das Tor hüten wird. Kjelt Kienitz sah in Putlos die Rote Karte und Sascha Marth fehlte zuletzt. Ein heißer Kandidat ist Ricardo Maghon. Dieser stand bereits einmal in dieser Saison im Kasten.

Torhüter Kjelt Kienitz fehlt gesperrt. Foto: Niklas Runne

TSV Gremersdorf – SG Insel Fehmarn (Sa., 16 Uhr)

Sowohl der TSV Gremersdorf als auch die SG Insel Fehmarn gewannen die vergangenen beiden Partien. Während Gremersdorf sich durch Siege gegen Dersau (1:0) und Klausdorf II (7:0) weiter an der Spitze abgesetzt hat, verschaffte sich Fehmarn Luft im Keller. Mit den Erfolgen gegen Wardersee (6:1) und Lensahn (3:1) wurden zwei direkte Konkurrenten bezwungen und hinter sich gelassen. Nach einem Fehlstart unter Neu-Trainer Andre Hack waren es die erhofften Befreiungsschläge. Doch es gilt, weiterzumachen, auch wenn es kaum einen undankbareren Gegner gibt. Der Tabellenführer hat zuletzt ein Ausrufezeichen gesetzt und einen großen Schritt in Richtung Verbandsliga gemacht. 15 Punkte steht der TSV nun vor dem zweiten Platz. Doch die Partie gegen Fehmarn hat einen ganz besonderen Charakter. Christian Ippig, Chefcoach des TSV, sagte über das Duell mit der SG Insel: „Die Spiele gegen Insel haben Derbycharakter. Daher werden diese Spiele verbissen geführt. Dabei geht oft die spielerische Linie verloren, und dies bekommt uns meistens nicht. Wir müssen uns auf einen defensiven Gegner einstellen, es wird ein komplett anderes Spiel als in Klausdorf. Dabei dürfen wir uns nicht in den Zweikämpfen und persönlichen Duellen verlieren, sondern uns auf unsere Stärken besinnen: schnelles Umschalten und spielerische Lösungen finden. Daran arbeiten wir weiterhin im Training.“ Es könnte ein echtes Geduldsspiel für den Ligaprimus werden, denn Fehmarn weiß, wie man diesem das Leben schwer machen kann. Im Hinspiel war es ein knappes 1:0 für den Favoriten. Der Treffer fiel zwar bereits nach sieben Minuten, doch dabei blieb es. Beim vergangenen Aufeinandertreffen am Bankendorfer Weg trotzte Fehmarn dem aktuellen Spitzenreiter ein 0:0 ab. Interessant wird auch die personelle Situation für Gremersdorf sein. Zuletzt fehlten bereits einige Akteure, doch gegen Klausdorf mussten weitere zwei verletzt ausgewechselt werden. Der Trainer sagte dazu: „Leider wird die personelle Situation nicht besser. Bei Bennet Baaß besteht der Verdacht auf Sehnenabriss, eine genaue Diagnose wird es am Freitag geben. Ich gehe davon aus, dass Lennart Petersen weiterhin ausfällt, und bei André Brandt entscheidet sich der Einsatz erst am Samstag. Weiterhin fallen Jonas Kock (krank) und Maximilian Bormann (Urlaub) aus. Marvin Zeigner wird nach den Uni-Prüfungen wieder dabei sein.“

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André Hack trifft auf seinen Ex-Club

110% gegen den Ex-Club

Für Fehmarn-Trainer Hack ist es ein ganz besonderes Spiel. Damals coachte er den kommenden Gegner in der Verbandsliga. Nun möchte er gegen seinen Ex-Club die drei Punkte holen, um sich aus dem Keller endgültig zu entfernen. Co-Trainer Fynn Severin verriet, was es braucht, um eine minimale Chance zu haben: „Ich denke, dass wir von jedem unserer Spieler 110% brauchen, um Gremersdorf zu schlagen. Wir müssen konsequent in den Zweikämpfen sein und unsere Chancen nutzen, von denen wir am Samstag sehr wahrscheinlich nicht so viele bekommen werden. Sie sind mit Abstand die beste Mannschaft der Liga und spielen einen guten Ball und das schon seit Jahren. Egal, welche Spieler fehlen und mit welcher Mannschaft sie momentan auflaufen, am Ende stehen fast immer drei Punkte für Gremersdorf. Nichtsdestotrotz werden wir an unserem System nichts ändern und versuchen, unseren Stil durchzubringen. Mit etwas Spielglück kann am Samstag durchaus etwas drin sein. Leider wird Tjelk Jacob definitiv fehlen und sehr wahrscheinlich auch Michal Paluczynski, der unter der Woche Vater geworden ist.“

TSV Lensahn – Eutin 08 II (So., 15 Uhr)

Der TSV Lensahn feierte am Mittwochabend einen wichtigen und erlösenden Dreier. Beim TSV Lütjenburg gewann man mit 3:1 und sandte somit ein Lebenszeichen im Abstiegskampf. Zum Klassenerhalt ist es noch ein langer Weg, doch vielleicht gelingt ihnen ja die große Überraschung. Dazu soll nun der zweite Sieg in Folge her, doch die Voraussetzungen sprechen klar gegen den TSV. Zu Hause gab es bisher erst einen Punkt, und der Gegner hat zudem eine Menge Qualität. Schließlich kommt mit Eutin 08 II eines der formstärksten Teams der Rückrunde. Trainer Heiko Müller sagte über das kommende Heimspiel: „Eutin II ist jetzt natürlich ein sehr unangenehmer Gegner zu Hause. Die Erste steht gut da, hat eine gute Euphorie, und Tensfeld schwächelt im Moment auch ein bisschen – die riechen natürlich Lunte. Mit so einer engen Leistung wie gegen Lütjenburg sollte es möglich sein, zumindest ein enges Ergebnis zu erzielen, und vielleicht soll uns ja doch ein kleiner Punktgewinn zufallen. Wir müssen weiterarbeiten und die kleinen Schritte nehmen, egal was kommt.“

Frahm appeliert an die Einstellung

Für die Gäste wird es ein unangenehmes Spiel werden. Die junge Truppe vom Waldeck wird auf eine erfahrene und giftige Mannschaft treffen, die mit viel Kampf zum Erfolg kommen möchte – und das am Mittwochabend auch gelang. 08-Trainer Jasper Frahm sagte zum Gegner: „Grundsätzlich erwarte ich einen eher defensiv eingestellten Gegner, der aus einer kompakten Defensive versucht, schnell umzuschalten und nach vorne zu kommen. Sie haben unter anderem Ole Knorr und Daniel Safadi, zwei sehr erfahrene Spieler im Team, und vor allem mit den Ratje-Brüdern zwei enorm gefährliche Spieler in der Offensive, die über hohe Geschwindigkeit verfügen. Das denke ich, werden sie versuchen zu nutzen. Wir brauchen grundsätzlich die richtige Einstellung zum Spiel. Wenn wir mit der gleichen Entschlossenheit und dem gleichen Engagement ins Spiel gehen, jeden Zweikampf weiterhin gewinnen wollen und vor dem gegnerischen Tor eine gewisse Effektivität an den Tag legen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir dort etwas holen werden. Das ist unser Ziel: in Lensahn möglichst dreifach zu punkten. Nichtsdestotrotz geht es darum, erstmal unsere Hausaufgaben zu machen, unser Spiel auf den Platz zu bringen, und dann werden wir versuchen, die drei Punkte einzufahren.“

Jasper Frahm. Foto: Niklas Runne

Tabelle verzerrt

Derzeit sitzen die Rosenstädter dem TuS Tensfeld ordentlich im Nacken, doch der zweite Platz scheint für den Übungsleiter noch kein großes Thema zu sein: „Die Tabelle ist natürlich verzerrt, einige Mannschaften haben noch viele Nachholspiele. Ich nenne da mal Putlos, Dersau, Dobersdorf. Wenn die ihre Nachholspiele gewinnen sollten, dann sind mindestens zwei Mannschaften an uns vorbei, und dann sind wir nicht mehr Dritter, sondern ‚nur noch‘ Fünfter. Ich denke auch, dass vor der Saison andere Mannschaften den Wunsch oder die Vorgabe geäußert haben, aufzusteigen. Wir wiederum haben gesagt, wir wollen uns wieder im oberen Drittel einfinden, und das ist ganz klar das Ziel. Nichtsdestotrotz gehen wir jedes Spiel so an, dass wir es gewinnen wollen, und dann schauen wir am Ende mal, wo die Reise hingeht.“

SC Cismar – SG Bösdorf/Malente (So., 15 Uhr)

Der SC Cismar ist im neuen Jahr noch sieglos. Alle vier Spiele nach der Winterpause wurden verloren, sodass der Trend nach unten zeigt. Die starke Form nach dem Trainerwechsel zu Sascha Pretzel im Jahresendspurt ist verpufft, und die aktuelle Situation macht durchaus Sorgen für den SCC. Zuletzt gab es ein deutliches 1:4 in Dobersdorf. Es war zwar ein klar verbesserter Auftritt im Vergleich zu den Wochen zuvor, dennoch war es vor allem defensiv zu wenig. Nun kommt eine Mannschaft an die Gildestraße, die ebenfalls außer Form ist. Die SG Bösdorf/Malente ist zu Gast. Daniel Temme sagte vor dem Spiel zu HL-SPORTS: „Die Jungs ziehen beim Training super mit, wir müssen die Trainingsintensität am Spieltag auf den Platz bekommen. Auch wenn wir letzte Woche verloren haben, war wieder mehr Leidenschaft zu erkennen. Wenn wir das alles am Wochenende gegen Bösdorf/Malente abrufen, dann werden wir uns endlich mit drei Punkten belohnen! Mit der SG erwarten wir einen Gegner, der uns kämpferisch alles abverlangen wird. Wenn wir unsere Leistung abrufen, jeder vollen Einsatz zeigt, Leidenschaft mit einbringt und der Wille da ist, über das Limit zu gehen, dann werden wir am Sonntag drei Punkte mehr auf dem Konto haben.“ Die möchte die SG sicherlich auch, denn die vergangenen Spiele waren nicht gerade zufriedenstellend. Drei Niederlagen bei nur einem erzielten Tor waren zu wenig. Leo Korn ist nicht zu ersetzen, sodass die Torgefahr fehlt. Im Hinspiel gewann das Team von Ismet Nac deutlich mit 4:0. Es war ein enttäuschender Auftritt des Aufsteigers gegen ein gnadenlos effektives Bösdorf/Malente.

Im Hinspiel gab es ein deutliches 4:0 für Bösdorf/Malente. Foto: Niklas Runne

Der 23. Spieltag im Überblick

SG Kühren – FSG Warderee (Fr., 19 Uhr)
TuS Tensfeld – SpVgg Putlos (Sa., 14 Uhr)
ASV Dersau – TSV Klausdorf II (15 Uhr)
TSV Lütjenburg – FT Preetz
SVG Pönitz II – SG Dobersdorf/P’hagen (16 Uhr)
TSV Gremersdorf – SG Insel Fehmarn (16.30 Uhr)
TSV Lensahn – Eutin 08 II (So., 15 Uhr)
SC Cismar – SG Bösdorf/Malente

Die Tabelle

1.TSV Gremersdorf2277 : 1956
2.TuS Tensfeld2159 : 3141
3.Eutin 08 II – U232263 : 3740
4.SG Dobersdorf/​P’hagen1956 : 3138
5.SG Bösdorf /​ Malente2138 : 3533
6.TSV Klausdorf II – U232244 : 6033
7.SpVgg Putlos1929 : 3232
8.ASV Dersau1838 : 2930
9.SC Cismar2237 : 4724
10.TSV Lütjenburg2035 : 4924
11.FT Preetz1945 : 4423
12.SG Insel Fehmarn2243 : 5622
13.SG Kühren1829 : 3521
14.SVG Pönitz II2239 : 6719
15.FSG Wardersee1931 : 6817
16.TSV Lensahn2029 : 5213
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