Hamburg – Der Handball Sport Verein Hamburg hat morgen (20.2.) um 16 Uhr seine nächste schwere Auswärtsaufgabe in der LIQUI MOLY HBL beim Tabellenfünften HSG Wetzlar auf dem Programm. Das Hinspiel entschieden die Hamburger deutlich mit 31:23 für sich, doch das ist Schnee von gestern.
Heimstarkes Wetzlar warten auf die Hamburger
Die HSG Wetzlar hat zwar das letzte Punktspiel bei FRISCH AUF! Göppingen mit 26:33 verloren, doch in den beiden letzten Heimspiel haben sie der SG Flensburg-Handewitt (nach einem Fünf-Tore-Rückstand kurz vor Schluss) einen und dem THW Kiel beide Punkte abgeluchst. Insgesamt ist die HSG seit sechs Spielen in heimischer Halle ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen ist also gewarnt und wird die vollen 60 Minuten sich kaum Fehler leisten dürfen, soll aus Wetzlar Zählbares mitgenommen werden.
Wetzlar ohne Punktverlust im Dezember
Im vergangenen Dezember zeigte die HSG ihre gesamte Klasse. In fünf Spielen holten die Männer von Trainer Ben Matschke 10:0 Punkte und gewannen jedes Spiel. Darunter waren unter anderem Siege gegen den THW Kiel (29:27) und gegen die MT Melsungen (31:28). Die letzte Heim-Niederlage liegt mehr als drei Monate zurück. In heimischer Halle verloren die Hessen das Derby gegen die Rhein-Neckar Löwen nur hauchdünn mit 29:30. Die einzige Heim-Niederlage der HSG in der bisherigen Saison. Es wird also ein dickes Brett, das die Mannschaft von Torsten Jansen bei diesem Auswärtsspiel in Hessen zu bohren muss.
Johannes Bitter überragt im Hinspiel
Das Hinspiel in der Barclaycard-Arena gewannen die Hamburger – dank eines überragenden Johannes Bitter im Tor – mit 31:23 und ließen der HSG keine Chance. 15 Paraden steuerte Bitter zum Erfolg seiner Mannschaft bei und so lag der HSVH phasenweise mit zehn Toren in Führung. Soll es gegen Neu-Nationalkeeper Klimpke, Tormaschine Lenny Rubin und Co. für Punkte reichen, muss der Handball Sport Verein Hamburg eine ähnliche starke Leistung auf die Platte bringen, wie im vergangenen September. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass die Fehlerquote, die sich die Hamburger in den letzten Spielen leisteten, drastisch minimiert werden muss.
Torgefahr aus dem Rückraum und von der Siebenmeterlinie
In der Defensive gilt bei den Hamburgern ein besonderes Augenmerk dem 26-jährigen Lenny Rubin, der im linken Rückraum der HSG Wetzlar spielt. Schon im Hinspiel bereitete er den Hamburgern Probleme und ihm gelangen zehn Treffer. Mit 107 Toren aus dem Spiel heraus ist er der beste Feldtorschütze der Liga und steht in der Gesamt-Torschützenliste auf Rang 7. Mit Maximilian Holst hat Wetzlar zudem einen der treffsichersten Siebenmeter-Schützen der HBL in seinen Reihen. Holst erzielte bereits 60 Tore vom Strich und kommt auf eine Trefferquote von 90 Prozent. Damit hat er die drittbeste Siebenmeterquote (unter den regelmäßigen Schützen) der Liga und steht nur knapp hinter Hampus Wanne (92%) und Siebenmeter-Rekordhalter Hans Lindberg (91%).
Valiullin kehrt in den Kader zurück
Im Vergleich zum Heimspiel gegen die Füchse Berlin kann Trainer Torsten Jansen zudem wieder auf die Dienste von Azat Valiullin setzen. Der russische Rückraumspieler pausierte zuletzt aufgrund von Knieproblemen und steht nun wieder auf der Platte. Finn Wullenweber hat ebenfalls wieder das Mannschaftstraining des HSVH aufgenommen und könnte bald wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Ob er bereits am Sonntag wieder auf der Platte steht, bleibt abzuwarten. Alle übrigen Akteure sind fit und stehen für die Reise nach Wetzlar zur Verfügung. Nach dem Abschlusstraining heute machte sich das Team gegen Mittag per Bus auf den Weg.
Alle Begegnungen des 21. Spieltages17.02.2022 19.05 SC Magdeburg – FRISCH AUF! Göppingen 37:26 17.02.2022 19.05 GWD Minden – MT Melsungen 22:26 20.02.2022 14.00 HC Erlangen – SG Flensburg-Handewitt 20.02.2022 16.00 TSV Hannover-Burgdorf – THW Kiel 20.02.2022 16.00 Füchse Berlin – TVB 1898 Stuttgart 20.02.2022 16.00 HSG Wetzlar – HSV Hamburg 20.02.2022 16.00 Bergischer HC – TBV Lemgo Lippe HBW Balingen-Weilstetten – TuS N.-Lübbecke verlegt o. Termin SC DHfK Leipzig – Rhein-Neckar Löwen