
Lübeck – Der VfL Lübeck-Schwartau gewinnt nach einem starken Comeback in der zweiten Hälfte auch das zweite Spiel in Folge in der 2. Bundesliga mit 30:25 (12:16) gegen Dessau-Roßlau HV. Bester Schwartauer Torschütze war Leon Ciudad mit sechs Treffern, hinten hielt ein starker Nils Conrad zwölfmal und parierte 43 Prozent der Würfe auf sein Tor. Vorerst ist der VfL auf den 15. Platz vorgerückt.
Drei-Tore-Rückstand und Rote Karte
Nach einem rasanten Start in die Partie – Paul Skorupa traf nach einer Minute zum 1:1 – hatten die Schwartauer nach Aluminiumtreffern Pech, sodass Speckmann erst acht Minuten später zum 3:6 traf. Nach elf Minuten musste Top-Torschütze Speckmann mit der Roten Karte vom Feld, zuvor hatte er mit seinem zweiten Treffer das 4:7 erzielt. Dem Drei-Tore-Rückstand lief der VfL auch sechs Minuten später noch hinterher. Oliver Juhl traf zum 8:11 (19.). Kaj Geenen, der den gesperrten Speckmann gut vertrat, traf nach 24 Minuten bereits zum dritten Mal zum 10:14. Kurz vor der Pause vergaben die Schwartauer trotz zweier Paraden von Conrad die Chance zum Anschluss und so war es Patrik Längst, der in der 26. Minute den letzten Schwartauer Treffer erzielte. So ging es mit 12:16 in die Halbzeitpause.
Ergebnis beeindruckend gedreht
Nach der Pause kam der VfL stärker aus der Kabine und verkürzte durch Ciudad und Nickelsen auf 14:16. In Überzahl parierte Conrad aus dem Rückraum und erneut traf Leon Ciudad zum 15:16 (34.). Kurz darauf parierte Conrad erneut und mit Schraders Wurf ins leere Dessauer Tor glichen die Schwartauer wieder aus. Über die Pause hinweg blieb der VfL in dieser Phase acht Minuten lang ohne Gegentor. Geenen sorgte nach 37 Minuten für die erste Schwartauer Führung, Patrik Längst legte gleich darauf zum 19:17 nach. Doch auch der DRHV kam in der Folge besser ins Spiel und legte seinerseits wieder vor, auf der Gegenseite glich Leon Ciudad zum 22:22 aus. Nach fünf torlosen Minuten auf beiden Seiten traf Thore Heinemann zu Beginn der Crunchtime erneut zum 23:22. Doppelpacker Paul Holzhacker sorgte nach 54 Minuten für das 26:23 und die erste Drei-Tore-Führung der Schwartauer. Conrad verhinderte nach 56 Minuten mit einer wichtigen Parade, dass Dessau auf ein Tor herankam. Auf der Gegenseite traf Janik Schrader per Siebenmeter zum 27:24. In der Schlussphase scheiterten die Biber immer wieder an Conrad, der mit seiner 12. Parade das Spiel besiegelte. Mit der Schlusssirene traf Einar Nickelsen zum 30:25-Endstand.
„Haben uns den Sieg heute einfach verdient“
Erneut gelang es dem VfL Lübeck-Schwartau die Partie in der zweiten Halbzeit an sich zu reißen und das Spiel zu drehen „Das war ein Wahnsinns-Comeback, was die Jungs da auf der Platte hingelegt haben“, sagte David Röhrig stolz über seine Mannschaft. Trotzdem sieht der Lübecker Trainer auch die Fehler aus den ersten 30 Minuten: „Wir hatten dort große Schwierigkeiten, waren nicht schnell genug und sind vorne zu überhastet und vom Pech verfolgt.“ Zur zweiten Hälfte änderte sich das Geschehen dann: „Die Jungs kommen dann einfach stark aus der Pause, wir können sie auf einmal richtig unter Druck setzen und kriegen das Momentum auf unsere Seite“, so der Schwartauer Coach weiter. „Unsere Abwehr war vor allem in der zweiten Hälfte so brutal stark, wir haben uns den Sieg heute einfach verdient“, sagte auch Kapitän Janik Schrader.

Bildquellen
- Ciudad: Lobeca/Wolf Gebhardt
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